DeafFinance Tipps2. November 2026

Pflegegrad: Antrag am besten noch 2026 stellen

Ab 2027 sollen strengere Regeln für die Pflegegrade gelten. Wer jetzt Hilfe braucht, sollte nicht warten – der Antrag ist ganz einfach.

Oliver Rückert, Vermögensberater für Gehörlose

Stell Dir eine Hochsprung-Latte vor. Ab 2027 soll diese Latte bei den Pflegegraden höher liegen. Wer dieselbe Hilfe braucht wie heute, bekommt dann vielleicht einen Pflegegrad weniger. Und das heißt: jeden Monat weniger Geld.

Was soll sich ändern?

Wie viel Hilfe jemand braucht, wird in Punkten gemessen. Nach dem aktuellen Gesetzentwurf braucht man ab 2027 mehr Punkte:

  • Pflegegrad 1: 15 statt bisher 12,5 Punkte
  • Pflegegrad 2: 30 statt bisher 27 Punkte
  • Pflegegrad 3: 50 statt bisher 47,5 Punkte

Das Gesetz ist noch nicht endgültig beschlossen. Die Bundesregierung hat es aber schon auf den Weg gebracht, und es soll am 1. Januar 2027 starten.

Was heißt das für Dich?

Wer schon einen Pflegegrad hat, soll ihn behalten. Wichtig ist das Thema für alle, die neu einen Pflegegrad brauchen oder einen höheren Pflegegrad beantragen wollen – zum Beispiel für Deine Eltern.

So einfach geht der Antrag

  • Ein kurzer, formloser Brief an die Pflegekasse reicht. Die Pflegekasse gehört zu Deiner Krankenkasse.
  • Rein gehören: Name, Geburtsdatum, Versichertennummer (steht auf der Gesundheitskarte) und die Unterschrift.
  • Das geht per Post, per E-Mail oder über die App der Krankenkasse.
  • Danach schickt die Pflegekasse ein Formular, und der Medizinische Dienst kommt zur Begutachtung.

Mein Tipp

Warte nicht bis kurz vor Silvester. Der Antrag sollte noch in diesem Jahr bei der Pflegekasse ankommen. Und: Pflege kostet oft viel mehr Geld, als man denkt. Ob Du und Deine Familie gut abgesichert seid, schauen wir uns gerne gemeinsam an. Natürlich direkt in Gebärdensprache.

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Gebärdensprachliche Grüße
Oliver