DeafFinance Tipps26. Oktober 2026

Festgeld lohnt sich wieder – aber bitte richtig parken

Über 3 % Zinsen sind beim Festgeld wieder drin. Wie Du das Geld clever parkst – und warum Festgeld trotzdem keine Altersvorsorge ist.

Oliver Rückert, Vermögensberater für Gehörlose

Lange gab es auf dem Sparkonto fast nichts. Jetzt ist es anders: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Zinsen 2026 zweimal erhöht. Bei Festgeld bekommst Du jetzt wieder über 3 % Zinsen pro Jahr. Top-Angebote liegen bei rund 3,5 % für 1 Jahr und bei über 3,6 % ab 5 Jahren.

Was ist Festgeld?

Stell Dir einen Tresor mit Zeitschloss vor. Du legst Geld hinein, z. B. für 1, 3 oder 5 Jahre. In der Zeit kommst Du nicht ran. Dafür bekommst Du einen festen Zins – egal, was später passiert.

Darauf solltest Du achten

  • Vergleichen lohnt sich! Die Hausbank zahlt oft viel weniger als die Top-Angebote.
  • Sicherheit: In der EU sind bis 100.000 € pro Person und Bank gesetzlich geschützt. Bei ausländischen Banken schützt das Land der Bank – schau Dir an, wie stark dieses Land ist.
  • Nicht alles auf einmal festlegen. Mein Trick ist die „Zinstreppe“: Teile Dein Geld auf, z. B. 1, 2 und 3 Jahre. So wird regelmäßig ein Teil frei und Du bleibst flexibel.

Was Festgeld NICHT ist

Festgeld ist ein guter Parkplatz – zum Beispiel für den Notgroschen oder für geplante Anschaffungen. Für Deine Altersvorsorge ist es aber kein Ersatz. Über 20 oder 30 Jahre frisst die Inflation einen großen Teil der Zinsen wieder auf. Für den langfristigen Vermögensaufbau brauchst Du eine Mischung.

Mein Tipp

Erst klären, welches Geld Du wann brauchst – dann passend parken oder anlegen. Das machen wir gerne zusammen, in Gebärdensprache.

Termin buchen →

Gebärdensprachliche Grüße
Oliver